| TSV Ober-Klingen
Turn- und Sportverein TSV Ober-Klingen 1959-1984
Aus Festschrift zum 25jährigen Vereinsjubiläum vom 1. bis 4. Juni 1984 1959-1984
In den zwanziger Jahren, nach dem Ersten Weltkrieg, begann in vielen ländlichen Gemeinden der Sportbetrieb. In den meisten Fällen dominierte der Fußball, in manchen Dörfern gewann das Handballspiel die Oberhand.
In Ober-Klingen regte sich etwa Mitte der zwanziger Jahre die Fußballbegeisterung. Einer der ersten Pioniere war Adam Krämer, der seit 1934 in Reinheim lebt. Er brachte regelmäßig den "Kicker", die führende Fußballzeitung, mit. Die Köpfe dicht gedrängt, saßen wir damals Sieben- bis Zehnjährigen auf Krämers Treppe und studierten die spannenden Momentaufnahmen; Szenen mit Heiner Stuhlfauth, dem legendären Tormann des Altmeisters-Club, Kalb, Bumbas Schmidt, um nur einige der damaligen Fußballgrößen zu nennen.
1929 war es dann soweit. In Ober-Klingen wurde ein freier Sportverein gegründet. Er nannte sich SC Rotweiß und gehörte dem Freien Sportbund an. Freie Fußballclubs gab es außer in Ueberau und Raibach noch in einer Reihe von Odenwalddörfern. Der 1. Vorsitzende war Jakob Schüler; mit im Vorstand waren Adam Lutz und August Weber.
Der erste Sportplatz wurde von der Gemeinde am damaligen Ortsausgang, unmittelbar hinter der Dreschhalle bereitgestellt, wo heute die Häuser Nummer 17 bis 25 in der Bachstraße stehen. Der Platz war abschüssig, ein sehr nasses Wiesengelände, auf dem einige Quellen zutage traten. Demzufolge war der Platz im Winter und Frühjahr meist ein Morast. Es gab wahre Schlammschlachten. Anfang der dreißiger Jahre wurden dann in Selbsthilfe Drainagen verlegt und eine Besserung erzielt. Ein ziemliche "Acker" blieb es aber weiterhin.
Der SC Rotweiß bestand nur bis 1933, denn nach der Machtübernahme 1933 wurden alle Freien Sportvereine aufgelöst, weil sie links und dem Gewerkschaftsbund nahe standen.
Nach kurzer Unterbrechung formierte sich dann auf Initiative des Lehrers August Betz ein neuer Verein innerhalb des Deutschen Sportbundes. Die Vereinsfarben blieben rot-weiß - diesmal aber ein weißer Brustring anstelle der früheren Längsstreifen.
Es gab eine 1. und 2. Mannschaft und bald auch eine Jugendmannschaft, die sich recht erfolgreich betätigten. Von 1935 an, mit der Einführung der Wehrpflicht, gab es Probleme. Immer mehr Spieler mussten zum Wehrdienst einrücken. Zeitweise spielten vier bis fünf Jugendliche in der ersten Mannschaft. Ende 1937 reichte es dann nicht mehr. Von den Stammspielern in der 1. Mannschaft waren sieben beim Militär und schweren Herzens mußte der Spielbetrieb eingestellt werden. Einzelne Spieler betätigten sich noch einige Zeit bei auswärtigen Vereinen; dann kam der Zweite Weltkrieg.
Schon bald nach dem Ende des fürchterlichen Krieges, aus dem auch so viele junge Fußballer nicht zurück kehrten, erwachte das Fußballinteresse erneut. Die Heimgekehrten begannen wieder von vorn; diesmal Nieder- und Ober-Klingen gemeinsam. Unter dem Vorsitz von Georg Koch aus Nieder-Klingen wurde der TSV Nieder-/Ober-Klingen gegründet. Zweiter Vorsitzender war Hermann Keil aus Ober-Klingen. Die Spielausschußsitzungen wurden im Wechsel in beiden Orten abgehalten.
Die damalige Mannschaft war recht erfolgreich. Sie hat u. a. auch den SV Darmstadt 98 geschlagen. Viele haben sie heute noch in guter Erinnerung. Die gute Zusammenarbeit währte leider nicht allzu lange. Durch den Weggang einiger Spieler geschwächt, zum Teil auch durch Meinungsverschiedenheiten innerhalb der beiden Ortsteile und wohl auch durch einiges Kirchturmdenken, kam die Gemeinsamkeit 1951 zum Erliegen. Unterlagen aus dieser Zeit konnten nicht mehr aufgefunden werden.
In Nieder-Klingen wurde dann vorübergehend wieder Handball gespielt und in Ober-Klingen kam es 1953 zur Gründung eines neuen Vereins, des TUS Ober-Klingen. 1. Vorsitzender war Hans Rohwedder, Stellvertreter Hermann Laudien. Ober-Klingen hatte zu dieser Zeit keinen Sportplatz, denn 1951 war der alte Sportplatz wegen fehlenden Baugeländes und großer Wohnungsnot bebaut worden. Es wurde anfangs in Nieder-Klingen gespielt, bis durch Eigensinnigkeiten auch hier die Gemeinsamkeit scheiterte. Notgedrungen wurde ein Behelfsplatz auf privatem Wiesengelände "Auf den Gänsäckern" hergerichtet.
Der TUS Ober-Klingen hatte auch nicht lange Bestand. Nach zwei Jahren zog die Familie Rohwedder weg von Ober-Klingen; Heinrich Riedel übernahm für einige Zeit den Vorsitz. Aber durch die unbefriedigende Sportplatzsituation kam der Spielbetrieb nochmals zum Erliegen.
Die Notlage konnte erst beendet werden, nachdem die Gemeinde Ober-Klingen 1953 die zentrale Wasserversorgung geschafft hatte und gezwungen war, oberhalb des Brunnens am Wersauer Weg zwei Äcker anzukaufen. Sie wurden zu einem neuen Sportplatz hergerichtet. Bagger vom Tyre-Depot Ober-Ramstadt übernahmen zu günstigen Bedingungen die Erdbewegungen.
Neugründung des TSV
Mit der Schaffung des neuen Sportplatzes waren die Voraussetzungen für einen geordneten Spielbetrieb gegeben und es kam 1959 zur Gründung des jetzigen TSV. Vorsitzender war in den ersten Jahren Lehrer Herbert Schloßbauer. Bedauerlicherweise sind aus der Gründungszeit und den sechziger Jahren sowie den frühen siebziger Jahren keine Vereinsunterlagen mehr vorhanden. Sie gingen durch häufige Wechsel im Vorstand und durch Unachtsamkeit verloren. Daß einzelne wenige Dinge bei Altpapiersammlungen "gerettet" wurden, verdanken wir dem wachsamen Auge unseres Chronisten Horst Rauch.
Wir haben versucht, so viel wie möglich aus dem Gedächtnis der damals Aktiven zu rekonstruieren, doch die Chronik konnte nicht lückenlos werden. Womöglich ist einiges auch nicht ganz genau. Sollte jemand beim Lesen etwas ergänzungs- oder verbesserungswürdiges finden, sind wir für Hinweise sehr dankbar.
Das neue Sportfeld lag in den ersten Jahren als Lehmplatz da. Von den damaligen Schülern erinnern sich einige, wie sie unter Leitung von Herrn Schloßbauer 1959 die Steine vom Platz auflasen. Bei Regenwetter, besonders im Winter und Frühjahr, war der rote Lehm wieder ein Morast. 1961 wurde das Sportfeld erweitert und als Rasenplatz neu angelegt. Anfang 1960 wurde als erster Trainer Helmut Heß aus Lengfeld verpflichtet. Das Training wurde intensiviert. Nach verschiedenen auswärtigen Trainern wurde der TSV unter Adam Keller im Jahre 1970 Meister der C-Klasse und schaffte den Aufstieg in die B-Klasse.
Nach zwei Jahren wurde die Mannschaft aber durch den Weggang einiger Spieler geschwächt und mußte 1972 wieder zurück in die C-Klasse.
Als Ergebnis guter Jugend-Aufbauarbeit wurde in der Runde 1977/78 unter Trainer Jasp erneut der Aufstieg in die B-Klasse geschafft.
Die Reserve-Mannschaft wurde im Jahre 1978 ebenfalls Meister. Außerdem wurde die 1. Mannschaft auf Grund überzeugender Leistungen Kreis-Pokalsieger. Sie verzichtete im Endspiel auf ihr Heimrecht und schlug in Groß-Bieberau die dortige Mannschaft mit 3:1.
Nach drei Jahren war die Mannschaft allerdings wieder schwächer geworden und mußte erneut in die C-Klasse absteigen. Seit 1982 trainiert Dieter Senft aus Eberstadt die Mannschaften. Nach wenig überzeugenden Leistungen in der abgelaufenen Runde soll es mit neuem Schwung in die Runde 84/85 gehen.
Erfolgreiche Jugendarbeit
Unter der Leitung von Heinz Unvericht begann 1970 eine intensive Jugendarbeit. Schon 1971 wurde die E-Jugendmannschaft Kreismeister. Die C-Jugend nahm von 1974 bis 1977 an den Darmstädter Messe-Pokalturnieren teil und erreichte 1974 den 4. Platz, 1975 den 3. Platz, 1976 den 5. Platz, 1977 den 6. Platz. Die B-Jugend spielte 1976 gegen die australische B-Jugend-Nationalmannschaft und erreichte als einzige Mannschaft auf der Europatournee der Australier ein Unentschieden.
An Ostern 1977 fand in Ober-Klingen ein internationales B-Jugendturnier statt. Es nahmen teil: SV 98 Darmstadt, Hassia Dieburg, SG Arheilgen SG Nieder-Kainsbach, JET Toulouse (Frankreich) San G. Barcelona (Spanien) und TSV Ober-Klingen Bezirksauswahl Sieger wurde die Mannschaft aus Barcelona, Zweiter JET Toulouse. Die Spieler aus Spanien und Frankreich weilten vier Tage in Ober-Klingen. Im Rahmenprogramm spielte eine Auswahlmannschaft (darunter sieben Spieler aus Ober-Klingen) gegen die B-1-Jugend von Schalke 04. Sie erreichte ein achtbares Ergebnis von 1:4.
In einem Einlagespiel trat eine Otzberg-Auswahl der "Alten Herren" an gegen eine HR-Fußball-Prominentenauswahl, darunter Lothar Schämer, Siegfried Gast, Heinz Baas und Eberhard Ginger (Turnweltmeister). Ergebnis: 2:1 für die Prominenz.
Am 1. und 2. Mal 1978 fand ein weiteres großes B-Jugendturnier statt. Die Endspiele hatten folgende Ergebnisse: Platz 7 und 8: Eppertshausen – SG Nieder-Kainsbach 3:0 Platz 5 und 6: TSV0ber-Klingen - GSVGundernhausen 2:0 Platz 3 und 4: SV Darmstadt 98 - FSVGroß-Zimmern n.V. 2:1 Endspiel: FC Nordstern Basel - Hassia Dieburg 4:0
Im Jahre 1979 wurde die E-Jugend Kreis-Pokalsieger und Sieger des Turniers des TSV Lengfeld. Während der Bundesliga-Zugehörigkeit des SV 98 Darmstadt war die B-Jugendmannschaft wiederholt zu Vorspielen hinzugezogen worden. Seit 1982 wurde, weil die Jugendspieler weniger wurden, in einer Spielgemeinschaft mit dem FC Ueberau gespielt.
Vereinsheim
Unter dem Vorsitz von Jakob Keil wurde im Jahre 1972 ein kleines Sportheim errichtet, um wenigstens ein Aufenthaltsraum zu haben. Damit war der Anfang gemacht. Doch immer stärker machte sich das Fehlen von Toiletten, Umkleideräumen und Duschen bemerkbar. So wurde zu Beginn der achtziger Jahre ernsthaft erwogen, das Sportheim zu erweitern. Die Planung nahm Gestalt an und schließlich wurde im Herbst 1983 mit den Maurerarbeiten begonnen. Das nachstehende Bild zeigt rechts einen Teil des alten Heimes mit den Mauern des Erweiterungsbaus zur Zeit der Vorbereitungen für diese Schrift. Bis zum Jubiläumsfest soll der Rohbau weitgehend fertiggestellt werden.
Weitere Sparten des TSV
Auf Grund regen Interesses hatte sich innerhalb des TSV im Jahre 1968 eine Tischtennis-Abteilung gegründet, ferner im Jahre 1971 eine Gymnastik-Abteilung. Die Tischtennis-Abteilung wurde lange Jahre von Richard Trabolt geleitet und später von Georg Weber. Der Gymnastik-Abteilung (gegründet von Horst Rauch) stand lange Irmgard Trabolt vor, später Annette Mühlsiegel. Im Jahr der Wirren 1983 trennten sich die beiden Abteilungen vom TSV und gründeten jeweils einen eigenen Club.
Damen-Fußball
1983 fanden sich fußballinteressierte junge Damen zusammen, die eine Sparte Damen-Fußball gründen wollen. Im Winter wurde intensiv in der Halle trainiert und inzwischen das Feldtraining aufgenommen. Die Leitung hat Carmen Rink übernommen, das Training leitet Thomas Zenz. Es besteht die feste Absicht, für die Runde 1984/85 die Damen-Mannschaft anzumelden.
Ausblick
Die Vorstandsmitglieder, die sich bei der Jahreshauptversammlung 1984 bereiterklärten, das Schiff des TSV wieder flott zu machen, waren sich der Schwere ihrer Aufgabe bewußt. Sie haben die Arbeit auf sich genommen, um ihren Teil dazu beizutragen, den Verein zu erhalten und der Jugend Gelegenheit zu geben, auch künftig ihren Sport betreiben zu können.
Damit es dem Verein und der Fußballjugend künftig gut geht, bitten wir um Ihr Wohlwollen und Ihre Unterstützung. Allen Fußballern rufen wir ein kräftiges "Hipp-Hipp - Hurra!" zu und ein "Glückauf" für die nächsten 25 Jahre.
Für den Vorstand: Jakob Leinert (stellvertr. Vorsitzender) (Dieser Auszug wurde nach Absprache mit Horst Rauch kopiert von www.ober-klingen.de ) TSV Ober-Klingen von 1985- 2007 In den Jahren 85 und 86 erreichte der TSV Ober-Klingen jeweils den 11. Platz der C-Liga Dieburg, hatte aber die Hoffnung, dass die von Hans Brocke trainierte heranwachsende Jugend, die Qualität der aktiven Mannschaft zukünftig verbessern würde. Der erhoffte Erfolg hielt sich jedoch in Grenzen. Mehr als der 7. Platz konnte die Mannschaft um des Niedernhäuser Trainergespann Kichstein/Krichbaum nicht erreichen. Auch der neue Trainer Edgar Holschuh, konnte die junge Mannschaft nicht zur Spitzenmannschaft formen. Nach der Saison 90/91 verließen etliche der jungen Spieler den Verein und die Spielerdecke wurde dünner. Auch im Vorstand, war man sich seinerzeit uneinig und es hagelte Rücktritte. Der Verein stand bei der Generalversammlung am 21.06.91 praktisch vor dem Aus, bis sich Heinz Unvericht bereiterklärte den Vorsitz zu übernehmen. Zwar setzte es zu Begin der Runde mit dem noch vom alten Vorstand verpflichteten Trainer Stegmann deftige Niederlagen, doch nach dessen Entlassung konnte Interimstrainer Hans Brocke aus den Spielern eine Mannschaft formen, die in der Klasse wieder mithalten konnte. Hans Brocke übergab die Mannschaft dann an den neuen Trainer Gerd Beisel. Mit ihm kam dann der Erfolg. In seinem ersten Jahr als Trainer der TSV wurde er Vierter. Im zweiten Jahr wurde die Mannschaft unter der Leitung von Gerd Beisel Meister der B-Liga Dieburg. In der Saison 45/95 konnte die Klasse gerade so gehalten werden. In der neuen Saison wurde Hasan Parlak Nachfolger von Gerd Beisel und die Mannschaft konnte sich in der A-Klasse etablieren. Parlak blieb jedoch nur ein Jahr und in der Saison 96/97 wurde wieder Gerd Beisel engagiert. Jetzt schaffte die Mannschaft mit dem direkten Aufstieg in die Bezirksliga den größten Erfolg der Vereinsgeschichte. Dort konnte die Mannschaft, auch aufgrund einiger Abgänge, nicht so recht mithalten und der TSV Ober-Klingen stieg am Ende der Saison ab. In der Jahreshauptversammlung am 8. Mai 1998 war dann außer dem Jugendleiter Horst Blitz keiner der bisherigen Vorstandsmitglieder mehr bereit sein Amt weiterzuführen. So stand der TSV wieder vor dem Aus. Man einigte sich dann ein Gremium von drei gleichberechtigten Vorsitzenden zu wählen, da sich drei Spieler (Helder Mendes, Karl-Heinz-Fischer und Andreas Lerch) bereit erklärten in einer solchen Konstellation den Verein weiter zu führen. Hinzu kam Felix Leonhardt als Schriftführer und Horst Blitz in einer Doppelfunktion als Rechner und Jugendleiter. Mit dem ausscheidenden Vorstand gingen dann auch die Sponsoren und damit auch insgesamt 17 Spieler. Mit der dünnen Spielerdecke wurde dann Dragan Petkovic als Trainer verpflichtet. Von ihm trennte sich der TSV dann aber noch vor der Winterpause. In der Winterpause kam dann noch einmal Gerd Beisel, um dem angeschlagenen TSV Ober-Klingen zu helfen (auch bei der Suche nach einem passenden Trainer für die Zukunft). Sportlich war es wohl das bitterste Jahr für Ober-Klingen, denn am Ende stieg der Verein mit nur einem Punkt von der A-Klasse in die B-Klasse ab. Auch im Jahr darauf konnte der TSV Ober-Klingen nur den vorletzten Platz der B-Liga Dieburg erreichen. Auch die Saison 00/01 stand unter schlechten Vorzeichen. Der bereits im Frühling verpflichtete Trainer Holger Glock sagte dem TSV aus privaten Gründen Ende Juni kurzfristig ab und man stand somit zu Begin der Saison ohne Trainer da. Nach den anfänglichen Misserfolgen in Eigenregie konnte Hans Brocke überredet werden, die Mannschaft bis zum Rundenende zu übernehmen. So konnte wenigstens der Spielbetrieb aufrecht erhalten werden. In der nächsten Saison kam Milorad Lukic als Trainer. Unter seiner Regie konnte ein Abstieg in die neu eingeführte C-Liga verhindert werden. Während der Saison 02/03 wurden mit den anderen Otzberger Vereinen intensive Gespräche geführt, ob man sich zukünftig zusammentun sollte, um eine „SG Otzberg“ zu gründen. Die Planungen hierfür waren schon soweit, dass man das „Unternehmen SG Otzberg“ gemeinsam mit dem TSV Lengfeld in der Spielzeit 03/04 starten wollte. Eigentlich war alles schon in trockenen Tüchern. Ober-Klingen akzeptierte, dass der Trainer des TSV Lengfeld die gemeinsame Mannschaft trainiert. Deshalb trennte sich der TSV Ober-Klingen von seinem Trainer Milorad Lukic. Ende Mai 2002 machte der TSV Lengfeld dann einen Rückzieher und teilte mit, dass sie doch nicht bereit wären, in eine SG Otzberg zu starten. So blieb dem TSV Ober-Klingen nur wenig Zeit für die neue Runde zu planen. Mit Kai Rohwedder konnte man zwar kurzfristig einen Trainer verpflichten, der schon zu Jugendzeiten in Ober-Klingen spielte, doch der Abstieg in die C-Klasse konnte nicht verhindert werden. Zur neuen Saison wurde dann Ricardo Parente verpflichtet. Mit ihm kam viel Leben in den Verein. Erstmals seit 1998 konnte der TSV Ober-Klingen wieder eine zweite Mannschaft stellen. Die erste Mannschaft schaffte den direkten Wiederaufstieg in die B-Liga, wo sie sich auch im nächsten Jahr, der Spielzeit 05/06, halten konnte. Nach dieser Spielzeit verließen einige gute Spieler den Verein und der neue Trainer Michael Schlick musste mit einem wesentlich schwächeren und kleineren Kader auskommen Die zweite Mannschaft musste wieder zurückgezogen werden und für die erste reichte es am Ende nicht zum Klassenerhalt. In der Saison 07/08 wurde die Mannschaft von Artin Houssepian trainiert. Nach anfänglichen Schwierigkeiten fing sich die Mannschaft und erreichte am Saisonende den 8. Tabellenplatz. Für die Saison 08/09 wurde Michele Madau als Trainer verpflichtet und der TSV Ober-Klingen geht wieder mit 2 Mannschaften an den Start. Madau verließ jedoch den Verein nach einem Jahr wieder und ihm folgte mit Cem Aygün ein junger Spielertrainer, dem es gelang die Mannschaft in die als C-liga Meister in die B-Liga zu führen.
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